Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt

Die Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt bietet saarlandweit Kurzzeit- und Krisenberatung für Opfer häuslicher Gewalt an.

Vorstellung der Beratungsstelle
Die Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt hat ihre Beratungstätigkeit am 02.04.2007 aufgenommen. Das Zuständigkeitsgebiet umfasst das ganze Saarland mit 20 Polizeidienststellen. Träger der Einrichtung ist der Sozialdienst katholischer Frauen e.V., Ortsverband Saarbrücken. Die Einrichtung bietet eine Kurzzeitberatung im Sinne einer Krisenintervention für Personen, die Opfer von Gewalt in engen sozialen Beziehungen geworden sind oder die gegen den eigenen Willen von einer Person, mit der sie eine Beziehung hatten, dauerhaft und penetrant verfolgt werden (Stalking).

Als übergeordnetes Ziel gilt die künftige Verhinderung von Gewalt in oder nach engen sozialen Beziehungen. Neben der Beratung für Erwachsene besteht ein eigenständiges Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche, die durch das Miterleben von elterlicher Partnerschaftsgewalt ebenfalls Opfer geworden sind. Sowohl für die Beratung erwachsener Opfer häuslicher Gewalt als auch für die Kinder- und Jugendberatung steht jeweils eine dreiviertel Sozialarbeiterinnenstelle zur Verfügung. Das Sekretariat ist mit einer halben Stelle besetzt.

Beratung
Die Initiative zur Kontaktaufnahme geht in erster Linie von der Interventionsstelle aus (proaktiver Beratungsansatz). Mit dem Einverständnis der Betroffenen schickt die Polizei die Kontaktdaten per Fax an die Interventionsstelle, die innerhalb von 24 Std. (außer Wochenende und Feiertage) einen ersten Kontaktversuch zum Opfer unternimmt. Die Betroffenen können sich auch selbst oder mittels einer Vertrauensperson an die Beratungsstelle wenden. Die Gesprächsinhalte reichen von der aktuellen körperlichen und psychischen Situation des Opfers, dessen psychosozialer Situation sowie der Information über polizeiliche und rechtliche Schutzmaßnahmen, bis hin zur Gefährdungsanalyse und möglichen Schutz- und Hilfsmaßnahmen.

Bei Bedarf werden Betroffene an andere Beratungsstellen, RechtsanwältInnen, Frauenhäuser, PsychotherapeutInnen weiter vermittelt. Finden Beratungsgespräche mit dem von Gewalt betroffenen Elternteil im Rahmen der Kinder- und Jugendberatung statt, so liegt hier der Focus auf der Situation des betroffenen Kindes. Wird darüber hinaus ein weiterer Hilfebedarf für das Kind gesehen, können von Seiten der Interventionsstelle entsprechende Kontakte vermittelt werden.

Kooperations-/Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit
Um den Opfern häuslicher Gewalt weitergehende Hilfeangebote zu benennen oder zu vermitteln, ist die Vernetzung mit allen dafür geeigneten Personen und Institutionen besonders wichtig. Deshalb sind die Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle in verschiedenen Gremien mit vertreten. Außerdem finden regelmäßig Austauschtreffen mit KooperationspartnerInnen statt.
Um das Thema „Häusliche Gewalt“ zu enttabuisieren und Schwellenängste bei Betroffenen abzubauen, ist Öffentlichkeitsarbeit in Form von Infoständen und Fachveranstaltungen ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Interventionsstellenarbeit. 

Flyer Sexualisierte Gewalt in den Medien

Anschrift:
Richard-Wagner-Str. 17
66111 Saarbrücken
Tel.: 06 81 – 37 99 61 0
Fax.: 06 81 – 37 99 61 15

Bürozeiten Montag bis Freitag 8:00-12:00. Außerhalb der Bürozeiten läuft ein Anrufbeantworter, auf dem eine Nachricht hinterlassen werden kann. Ein Rückruf erfolgt schnellstmöglich.