Aktuelles

10. Juli 2019

Samstag, 06.07.2019 Saarbrücker Zeitung                                                                  

                                                        

Gewalt in Burbach, Sulzbach, Völklingen

Die Saarbrücker Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt  legte ihren Jahresbericht vor. Die Opfer sind fast immer Frauen, die Täter in neun von zehn Fällen Männer.

Von Dimitri Taube

Bei häuslicher Gewalt gehören Burbach und Neunkirchen zu den Schwerpunkten im Saarland. Das geht hervor aus aktuellen Daten der Saarbrücker Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt. Aus den beiden Orten kämen die meisten Fälle, sagt Christine Theisen, die Leiterin der Beratungsstelle. „Auffällig“ in den Statistiken seien zudem Sulzbach und Völklingen.

Die Sozialarbeiterin mahnt allerdings zur Vorsicht im Umgang mit den Daten. Denn es gebe auch in sogenannten „bildungsstarken Haushalten“ und in „besseren Gegenden“ Gewalt. „Dort ist sie nur oft tabuisierter – die bildungsstarken Frauen schämen sich mehr als Frauen in anderen Milieus und melden sich deshalb seltener.“

Betroffen von häuslicher Gewalt waren im Jahr 2018 im Saarland zu 94,9 Prozent Frauen und zu 5,1 Prozent Männer. Täter waren in neun von zehn Fällen Männer. So steht es im Jahresbericht der Beratungsstelle. Eine zentrale Erkenntnis des Berichts ist: Der Informations- und Gesprächsbedarf steigt. Christine Theisen sagt: „Wir hatten bei uns in der Einrichtung im vergangenen Jahr 659 Fälle und damit ein paar weniger als im Jahr davor – dafür gab es aber mehr Gespräche. Vor allem, weil mehr Migrantinnen zu uns kamen.“

Die meisten Opfer sind laut Jahresbericht zwischen 30 und 40 (26,5 Prozent) und erleben Gewalt überwiegend durch den aktuellen Ehepartner. Fast zwei Drittel der Beratenen stammen aus Deutschland. Und „je älter die Betroffenen waren, umso größer war die Bereitschaft, ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen“, heißt es im Bericht. Ebenfalls auffällig: In 58 Prozent der Fälle leben Kinder bei den Betroffenen.

Seit 2007 gibt es die Beratungsstelle in der Richard-Wagner-Straße 17. Träger der Einrichtung ist der Sozialdienst katholischer Frauen, Ortsverein Saarbrücken. Theisen und ihre Kollegin Corinna Rebmann arbeiten saarlandweit mit der Polizei zusammen. Die Polizei leitet die Kontaktdaten von Opfern häuslicher Gewalt per Fax an die Stelle weiter, sofern die Betroffenen einverstanden sind.

Seit mehreren Jahren sind die Zahlen auf einem ähnlichen Niveau. „Laut offiziellen Polizei-Statistiken gibt es etwa 2700 bis 2800 Fälle häuslicher Gewalt pro Jahr im Saarland, etwa ein Drittel der Fälle landet bei uns“, sagt Theisen. Die Dunkelziffer liege jedoch mit Sicherheit höher. Häusliche Gewalt sei nach wie vor ein großes Problem, obwohl das Thema in der Öffentlichkeit immer mehr enttabuisiert werde. „Die Schwelle, sich beraten zu lassen, ist sehr hoch“, sagt Theisen.

Außerdem beobachtet sie, dass viele Frauen sich nicht trauen, sich direkt nach der ersten Gewalttat von ihrem Partner zu trennen. Diese Frauen brauchen oft mehrere Anläufe. Sie hoffen, dass der Mann sich doch noch ändert. In den allermeisten Fällen passiert das laut Theisen aber nicht: „Wer Täter ist, ändert sich nicht von heute auf morgen.“

Kontakt: Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt im Saarland, Richard-Wagner-Straße 17, 66111 Saarbrücken, Tel. (06 81) 3 79 96 10. Die Kontaktaufnahme ist auch anonym möglich.

27. Juni 2019

 Pressemitteilung

26.06.2019

 SkF Delegiertenversammlung wählt Hildegard Eckert zur neuen Bundesvorsitzenden und dankt Dr. Anke Klaus für engagierte Amtsjahre

Die Delegiertenversammlung des Sozialdienstes katholischer Frauen wählte heute Hildegard Eckert für vier Jahre zu ihrer Bundesvorsitzenden

Dortmund/Bergisch Gladbach, 26.06.2019. Nach acht Jahren an der Spitze des SkF trat Anke Klaus nicht wieder zur Kandidatur an. „Die Bundesebene mit der enormen Themenvielfalt und den wichtigen Netzwerken in Kirche und Politik verlasse ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagte Dr. Anke Klaus zu Beginn der Versammlung, „auch wenn die Wege oft weit und die Papierberge hoch waren, den Einsatz hat es immer gelohnt. Denn für die Menschen am Rande unserer Gesellschaft und für die, die in Krisen stehen, setze ich mich gerne ein, auch wenn mich immer wieder betrübt, dass sich in unserer 120-jährigen Geschichte noch kein sozialer Dienst überflüssig machen konnte.“ Verbandsinterne Veränderungen, wirtschaftliche Konsolidierung und die Stärkung des sozialpolitischen Profils des SkF hatte sich Dr. Anke Klaus auf die Fahnen geschrieben und in ihren zwei Amtszeiten erfolgreich vorangetrieben. Ihrem SkF Ortsverein in Würzburg mit 280 Mitarbeitenden bleibt sie als Vorsitzende treu. „Dem Gesamtverein und besonders meiner Nachfolgerin wünsche ich Tatkraft und Gottes Segen“, damit verabschiedete sich Dr. Anke Klaus unter stehendem Beifall der Delegierten.

Heute ging der Stab an der Spitze an Hildegard Eckert. Sie ist seit 2012 Mitglied des Vorstandes des SkF Mainz und auch auf Bundesebene keine Unbekannte. Seit 2015 ist sie bereits Mitglied des Bundesvorstandes. Besonders für die Weiterentwicklung der Leitungsstrukturen im SkF setzte sich die Juristin engagiert ein.

„Solidarität mit Menschen in Krisensituationen und der Einsatz für ein Leben in Würde für alle, sind die Motivation für mein Handeln“, sagte Hildegard Eckert heute in Bergisch Gladbach, „dafür braucht es einen starken Gesamtverein, der die Anliegen der Menschen, die uns anvertraut sind, solidarisch vertritt.“

Als besondere Herausforderungen für die Zukunft benannte Bundesvorsitzende Eckert, den Einsatz für die eigenständige Existenzsicherung von Frauen fortzuführen, jegliche Art von Gewalt weiterhin zu bekämpfen und die Opfer zu schützen sowie den SkF als eigenständigen Frauen- und Wohlfahrtsverband auch zukünftig stark in die kirchliche und sozialpolitische Öffentlichkeit einzubringen. „Die Basis für die Präsenz des Gesamtvereins sind die konkreten fachlichen Erfahrungen in den bundesweit 138 SkF Ortsvereinen“, betonte Hildegard Eckert.

Zu ihrer Stellvertreterin wählte die Delegiertenversammlung Dr. Dagmar Löttgen aus Berlin. Die weiteren Vorstandspositionen besetzen Stefanie Sassenrath aus Neuss, Dr. Josephin von Spiegel aus Hamburg, Dr. Ursula Pantenburg aus Gütersloh, Martina Wilke aus Lüdinghausen, Yvonne Fritz aus Gießen und Clarita Ohlenroth aus der Diözese Freiburg. Geistlicher Berater des Gesamtvereins ist Weihbischof Ansgar Puff aus Köln. Ebenfalls beratende Vorstandsmitglieder sind Renate Jachmann-Willmer und Ute Pällmann.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 138 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 40 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V. Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund, Tel. 0231 557026-25, Fax 0231 557026-60, E-Mail: mersch@skf-zentrale.de

Der neue SkF Bundesvorstand (v. l): Clarita Ohlenroth, Stefanie Sassenrath, Martina Wilke, Hildegard Eckert, Dr. Dagmar Löttgen, Dr. Josephin von Spiegel, Dr. Ursula Pantenburg und Yvonne Fritz.

06. Juni 2019

Der Saarbrücker Frauenlauf fand wieder bei der Alten Brücke auf den Saarwiesen unterhalb des Staatstheaters statt.
Unser SkF Team  beteiligte sich an der 4,5 Kilometer langen Laufstrecke und alle Starterinnen liefen begeistert mit unseren neuen Laufshirts ins Ziel. Auch dieses Mal wurde der gesamte Erlös des Benefiz-Volkslaufes für wohltätige Zwecke gespendet.

04. Juni 2019

Der SkF Saarbrücken hat in Kooperation mit vielen anderen Organisationen aus NK am 03.06.2019 eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben.

Die wertvolle und gute Arbeit des MOMENTUM in Neunkirchen kann weiter geführt werden.

Frau Knapp, Teamleitung der Schwangerenberatungsstelle in NK führt regelmäßig Sozialberatungsangebote durch. Daneben wird sie von einer erfahrenen ehemaligen Leitung, Frau Gronemeyer und jetzt aktive Ehrenamtliche unterstützt.

 

23. Mai 2019

Sommerfest der Inklusion 2019 – 18. Mai 2019

Das 6. Sommerfest der Inklusion fand am 18. Mai 2019 im und rund um den Lokschuppen in Dillingen statt.

Es war ein besonderer Tag der Begegnung und der gegenseitigen Wertschätzung. Unabhängig von Handicap, Herkunft oder Alter konnte man sich in ungezwungener Atmosphäre begegnen, kennenlernen und austauschen. Das Angebot des Sommerfestes bestand aus einem bunten Bühnen- und Rahmenprogramm mit Mitmachaktionen sowie Verköstigungs- und Informationsständen.

Unser diesjähriges SkF Team unterstützte wiederholt das Sommerfest und präsentierte sich unter zwei neuen Faltzelten mit Unterhaltung für alle Besucher des Standes und allerlei Geschicklichkeitsspielen, dazu wurden schmackhafte Erfrischungen angeboten.

12. März 2019

 

Internationaler Frauentag in Saarbrücken am 08. März

 

Die Mitarbeiterinnen der SkF-Interventionsstelle beteiligten sich am 08. März gemeinsam mit anderen Anti-Gewalt-Projekten mit einer Fotoaktion für Frauen. Vor dem Karstadt Saarbrücken konnten sich Frauen als „Superwoman“ fotografieren lassen. Außerdem wurde Infomaterial über die Stelle ausgegeben und Frauen konnten sich über die Arbeit der IST informieren.